Aufhänger war ein Gesprächsabend des Lions-Club Zürich Seefeld, an dem die Domina Lady Libidea über ihren Arbeitsalltag berichtete. Seit vergangenem Dezember besitzt die Domina ein eigenes Studio, welches sie ls “Therapiezentrum” beschreibt.
Ihren Einstieg beschreibt die Domina damit, dass sie früher im sogenannten “Softbereich”, also der normalen Prostitution tägig war. Mit ihrem eigenen Etablissement habe sie nun die Möglichkeit, “ihren Stil und ihre Philosophie auszuleben”.
Nur wenige Menschen in ihrem privaten Umfeld wissen von ihrem Beruf. Wenn sie nach ihrer Tätigkeit gefragt werde, antworte sie, sie arbeite in ihrem erlernten Beruf als Buchhalterin. Auch ihre Kinder wissen nicht, womit sie ihr Geld verdiene.
Ihr eigenes Interesse an SM sei über die Jahre gewachsen, sagt sie. Und auch, dass sie von Zeit zu Zeit heute noch privat auf Fetischpartys gehe. Ihr Job sei also nicht nur ein Job, sondern gelebte Leidenschaft.
Natürlich durfte in dem Bericht die Frage nicht ausbleiben, was das für Männer seien, die ihre Dienste in Anspruch nehmen. “Auf jeden Fall solche, die sich den Stundenansatz von 600 Franken (etwa 390 Euro) leisten können”, so die Domina. Abgesehen davon könne man aber keine Kategorisierung vornehmen. Es seien viele selbständige Unternehmer unter ihren Gästen, aber auch Menschen, die politisch engagiert sind. Viele trügen in der “wirklichen Welt” sehr viel Verantwortung.
Auf die Frage, ob ihre Arbeit eine Gefahr für die Beziehungen ihrer Gäste sei, meinte Lady Libidea: “Nein, denn der Mann bleibt schliesslich frei. Er muss weder an meinen Geburtstag denken noch daran, wie ich Weihnachten verbringe. Eine viel grössere Gefahr für eine Ehe oder eine feste Beziehung ist immer eine Geliebte, die irgendwann beginnt, Forderungen zu stellen. Viele Paare können nicht miteinander über ihre sexuellen Vorlieben sprechen: Das ist einer der Gründe dafür, dass Dominas wie ich ein Auskommen haben.”
Quelle: www.sm-news.de