Fetisch Blog — August 28, 2005, 11:05 pm

Wowereit und Sado Maso

Viel Leder, halbnackte Männer.
Europas Leder-Fetisch Szene trifft sich am Wochenende zum Straßenfest “Folsom Europe” in BERLIN Schoeneberg.

Berlins Regierender Klaus Wowereit (SPD) freut sich in einem Grußwort über die “pure Lebenslust”. Und sorgt damit für Empoerung! Das Heftchen zur Fetisch-Party fanden jetzt die Anwohner der Fuggerstraße in ihren Briefkaesten. Darin werben einschlaegige Szenelaeden mit Fotos von Maennern in Lack - an Ketten oder mit Gasmasken. CDU-Fraktionschef Nikolas Zimmer ist fassungslos: “Fuer diese Veranstaltung zu werben, ist mit der Wuerde des hohen Amtes nicht vereinbar.”

Auf Seite 6 des Heftchens, begruesst Wowereit die Teilnehmer aus ganz Europa: “Wir sind stolz darauf, daß sich Menschen unterschiedlicher Herkunft und Vorlieben in unserer Stadt wohlfuehlen und gemeinsam feiern.” Und weiter: “Sie sorgen auch dafür, dass sich die Szene oeffentlich praesentiert, dass Skepsis und Vorbehalte einem freundlichen Miteinander weichen.”

CDU-Mann Zimmer empoert: “Es ist unsäglich.
Als haette der Regierende Buergermeister von Berlin nichts Wichtigeres zu tun.”

Auch die linke Szene protestiert, hat Flugblaetter im Kiez verteilt. Wowereit verharmlose “rassistische Vergewaltigungspornographie als ,Lebensfreude pur’”, heißt es in dem Flyer. Absender: das “Berliner Institut für Faschismus-Forschung und Antifaschistische Aktion e.V.”.

Und was sagt Wowereit zu den Vorwuerfen? Senatssprecher Michael Donnermeyer: “Der Regierende entscheidet selbst von Fall zu Fall, ob er ein Grusswort schreibt oder nicht.”

Die Kritik der CDU weist Donnermeyer zurück. “Politisch mag man darüber geteilter Meinung sein. Herr Zimmer ist eben verklemmter als der Regierende Buergermeister. Herr Wowereit ist weltoffen und tolerant. Das unterscheidet ihn von Herrn Zimmer.” Am Donnerstag will die CDU das Thema waehrend der Plenarsitzung im Abgeordnetenhaus zur Sprache bringen.

Quelle: BZ

1 Comment »

RSS feed for comments on this post. TrackBack URI.

  1. Comment by DEUTSCHLAND SEX @ September 2, 2005, 7:01 am

    Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat mit scharfer Kritik an der CDU auf deren Empörung über sein Grußwort für das zweite Leder & Fetisch-Straßenfest “Folsom Europe” reagiert. Auf eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Michael Braun erklärte Wowereit gestern im Abgeordnetenhaus, die CDU schade dem Ruf Berlins als tolerante Stadt, wenn sie diesen Teil der homosexuellen Szene diskriminiere.

    Die CDU hatte dem Regierungschef mehrfach vorgeworfen, “das Sado-Maso-Straßenfest” ebne den Weg zu mehr Gewalt und zur Verrohung der Sitten. Es sei unerträglich, dass der Regierende Bürgermeister nicht bereit sei, sich von “der Huldigung gewalttätiger Sexualpraktiken” zu distanzieren, so der CDU-Generalsekretär Frank Henkel.

    Ein Grußwort für eine solche Szene sei immer eine “Gratwanderung”, sagte nun Wowereit, man müsse es nicht tun, könne es aber. Angesichts der Debatte in den letzten Tagen habe er seine Meinung jedoch geändert. “Man muss nicht, aber man sollte.” Der Regierende Bürgermeister verwies darauf, dass die Berlin Tourismus Marketing Gesellschaft (BTM) und auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) 2003, als zum ersten Mal das Festival Folsom Europe in Berlin stattfinden sollte, die Veranstaltung unterstützt hätten. “Ich würde mich freuen und es begrüßen, wenn auch dieses große Straßenfest ein festes Datum im bunten und breit gefächerten Veranstaltungskalender Berlins werden sollte”, so der IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Eder damals. “Die deutsche Hauptstadt, seit über einhundert Jahren Zentrum der homosexuellen Bewegung Europas, hat sich in den letzten Jahrzehnten einen hervorragenden Ruf als weltoffene und tolerante Stadt erworben”, begründete der BTM-Geschäftsführer Hanns Peter Nerger seine Unterstützung.

    Zur Veranstaltung am Wochenende werden 10 000 Schwule und Lesben aus der Lack- und Leder-Szene erwartet. Wowereit hatte in seinem Grußwort von “Lebensfreude pur” geschrieben. Gestern warnte er davor, Homosexuelle dieser Szene zu diskriminieren. Durch die Diskussion seien “tausende verletzt worden”, so Wowereit. “Ich werde es als Regierender Bürgermeister nicht hinnehmen, dass Menschen diskriminiert und aus der Stadt getrieben werden sollen.”

Leave a comment

You must be logged in to post a comment.

Privatfuck-Fetisch die FETISCH CAMS mit der Nachbarin